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SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD
Fachklinik für spezielle
Schmerztherapie
Bismarckstr. 52
97980 Bad Mergentheim
Tel.:
+49(0)7931-545-0
Fax: +49(0)7931-545-131
Homepage: www.schmerz.com
Mail: schmerz@schmerz.com |
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Erfahrung schon seit
1987
Für Mitglieder
gesetzlicher Kostenträger
bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V
Rehabilitationsbehandlungen
an und für
Patienten mit privater Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen
gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Die Klinik ist auch beihilfefähig.
Informationen zum Thema Schmerz und Schmerztherapie
Armschmerz
chronischer
Armschmerz
Mögliche Ursachen für einen Armschmerz:
- Die echte (idiopathische)
Plexusneuralgie
(=
schmerzhaftes Armnervengeflecht) mit
attackenförmigem Schmerzcharakter ist ein sehr seltenes Krankheitsbild. Die
Therapie erfolgt primär medikamentös. Sehr hilfreich ist die Verordnung eines Antikonvulsivums (=
ein Mittel gegen die Fallsucht, aber auch bei einem anfallsartigen
Schmerz wirksam)
angezeigt. Als erste Wahl gelten heute Gabapentin oder Pregabalin,
als 2. Wahl Carbamazepin. Die
Kombination mit Baclofen (= ein im Gehirn / Rückenmark wirkendes Mittel zur
Muskelentspannung) hilft Gabapentin
bzw. Pregabalin oder Carbamazepin
einzusparen.
- Bei der sog.
Brachialgia paraesthetica
nocturna bestehen
schmerzhafte Missempfindungen, besonders während der Nachtruhe, wahrscheinlich
hervorgerufen durch vegetativ-vasomotorische (= Gefässe und
Muskel betreffende) Dysregulation, meist als Folge einer
Fehllagerung ("Parkbanksyndrom"). Je nach Ausmaß oder Häufigkeit der
Irritation oder Störung kann sich durchaus ein chronischer (=
länger als drei Monate anhaltender) Ar
mschmerz einstellen. Therapiemöglichkeiten siehe unten.
- Die
Neuritis
des Pl
exus brachial
is (neuralgische
Schulteramyotrophie)
(=
En
tzündung
des
Armnervengeflechts) soll allergisch entzündlicher Ursache sein (Thoden
1987). Die
Schmerz
en setzen plötzlich ein und imponieren als akutes
Zervikobrachialsyndrom
(=
Nacken-Schulter-Arm-Syndrom).
Nach mehreren Tagen treten Lähmungen von
Schulter- und
Arm
muskeln auf,
Sensibilitätsstörungen (= Gefühlsstörungen)
kommen höchstens in 20-30 % vor.
Die Prognose (= Vorhersage,
der Verlauf) ist günstig, die motorischen Ausfälle (=
Lähmungen) bilden sich von selbst langsam (über Monate) zurück.
Zur
Therapie werden bei diesem Ar
mschmerz Antiphlogistika (z.B.
Phenylbutazon, Salicylate) (=
entzündungshemmende Mittel) bzw. nichtsteroidale Antirheumatika
(z.B. Diclofenac, Indometazin) eingesetzt, besonders
magenschonend sind die sog. COX-2
Inhibitoren, z.B. Parecoxib (Dynastat®)
oder Etoricoxib (Arcoxia®),
allerdings scheint diese Stoffgruppe mit einem Herz-/Kreislauf-Risiko
verbunden zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer. Sehr hilfreich sind
auch engmaschig wiederholte interskalenäre
Plexusblockaden (=
Betäubungen des Armnervengeflechts im seitlichen Halsbereich),
insbes. kontinuierlich mittels eingepflanztem Katheter.
Im akuten Stadium ist das Mittel der Wahl
Cortison (z.B. 60 mg
Prednisolon/Tag, dann über 2 Wochen rasch absteigend dosieren).
-
Schulter-Hand-Syndrom.
Nicht selten gehen
Schmerz
en
von einzelnen
Gelenken in der
Schulter
-
Arm-Region aus und strahlen
dann in den gesamten Bereich aus, so daß es schwierig werden kann, den primären
Schmerzherd überhaupt zu finden (Debrunner 1988).
Typischerweise besteht ein
Ar mschmerz in Ruhe mit Schmerzverstärkung bei Belastung.
Manchmal treten vegetative Begleitsymptome wie Kälte, Zyanose (=
bläuliche Verfärbung) oder Schwitzen auf, so daß die
Unterscheidung von einer
Sudeck Dystrophie (= eine
spezielle schmerzhafte Organstörung nach einer Verletzung)
schwerfällt,
besonders wenn Gewebsatrophien (= Gewebeschwund)
vorhanden sind.
Therapeutisch ist bei diesem
Ar mschmerz in der akuten Phase die Gabe von nichtsteroidalen Antirheumatika (z.B. Naproxen) hilfreich. Vor allem beim Vorliegen von
vegetativen Begleiterscheinungen (z.B. Kälte, bläuliche
Verfärbung, Schweißbildung)
hat sich die wiederholte Plexusblockade (= Betäubungen des
Armnervengeflechts) sehr bewährt.
Zur Förderung der Durchblutung ist auch eine oberflächliche Kältebehandlung
mittels Kaltluftgenerator empfehlenswert. Physiotherapeutische Methoden
(=
Krankengymnastik und Anwendungen) runden das Behandlungskonzept ab.
-
Engpaß-Syndrom.
Das
Skalenussyndrom, ein sog.
Kompressionssyndrom
entsteht durch Kompression der Nervenstränge aus den Wurzeln C8-Th1 im Bereich
der Skalenuslücke (= Lücke zwischen zwei
Mus
keln im
seitlichen Halsbereich) , hauptsächlich durch eine Halsrippe,
aber auch durch Bindegewebsstränge oder höhergradige
Muskelverspannungen.
Dieser
Ar mschmerz tritt deutlich belastungsabhängig auf, insbesondere bei
Zugbelastung (Tragen von Koffern, Taschen usw.). Die dominierenden
Schmerzlokalisationen sind ellenseitiger
Unterarm und
Hand. Im fortgeschrittenen
Stadium mit
Nervenläsionen
(=
Nervenstörungen,
Nervenschädigungen)
treten Lähmungen der kleinen
Hand
muskeln auf. Durch zusätzliche Verengung der
A. subclavia (= Schlagader unter dem Schlüsselbein)
in der Skalenuslücke können Mikroembolien (= kleinste
Blutgerinnsel) entstehen, die feine
Finger
gefäße verschließen und
eine vaskuläre Symptomatik (= Krankheitszeichen bei Blutgefäßschädigung)
hervorrufen (Ostheim 1976).
Zur Therapie dieses
Ar mschmerz
es empfiehlt sich bei stark verspannter Skalenusmuskulatur die
wiederholte Infiltration mit einem lang wirkenden örtlichen
Betäubungsmittel,
die Vermeidung von schmerzauslösenden oder verstärkenden Belastungen, in hartnäckigen
Fällen, insbesondere bei Auftreten eines neurologischen Defizits
(= gestörte Nervenfunktion), eine Operation.
Der Plexus brachial
is (= das Armnervengeflecht)
kann auch zwischen Schlüsselbein und 1. Rippe komprimiert
(=
eingedrückt) werden. Besonders bei Rückführung der
Schulter unter Zug, wie beim Tragen eines
Rucksackes, tritt ein ausstrahlender
Ar mschmerz auf.
Die
Therapie besteht in der Vermeidung von typischen Belastungen. Nur in
seltenen Fällen wird man sich zur operativen Entfernung der 1. Rippe entschließen.
Der Vollständigkeit halber sei noch das sog.
Hyperabduktionssyndrom
erwähnt.
Die Schmerz
en treten bei Tätigkeiten auf, die über Scheitelhöhe ausgeübt
werden (z.B. Arbeiten an der Zimmerdecke). Die Ursache ist eine
Nervenkompression
des
Ar
mplexus zwischen Korakoid
(=
"Rabenschnabelfortsatz" am oberen Schulterblattrand) und M.
pectoralis minor (= kleiner Brustmuskel), nahe dem
Ansatz. Therapeutisch können bei diesem Ar
mschmerz Infiltrationen mit einem örtlichen Betäubungsmittel
unternommen werden.
- Der vertebrageninduzierte (=
von der Halswir
belsäule ausgehende)
Armschmerz
kommt am häufigsten vor. Er tritt im Rahmen eines
unteren
Zervikal-Syndrom
s auf (auch als
Zervikobrachialgie,
Schulter-Arm-Syndrom oder
Nacken-Schulter-Arm-Syndrom
bezeichnet). Da die Wurzeln C6-8 und Th1
betroffen sind, kann der Ar
mschmerz bis in den Kleinfinger ausstrahlen.
Richtungsweisende
Schmerzen im
Nackencken - oder
Schulterbereich müssen nicht
zwingend vorhanden sein.
Streng genommen geht die
Zervikobrachialgie mit einer radikulären Symptomatik
(= Krankheitszeichen infolge einer Nervenschädigung) einher (Debrunner
1988). Die pseudoradikuläre Ausstrahlung (= Schmerzausstrahlung infolge
scheinbarer
Nervenschädigungen) in die
Arme fällt noch unter den Begriff "Zervikalsyndrom".
Ein vertebragen induzierter
Ar mschmerz spricht am besten auf die kontinuierliche,
retrograd hohe Blockade des Plexus brachial
is mit Katheter an (siehe unten).
- Relativ häufig tritt ein heftiger Armschmerz
nach radikaler
Mastektomie (= operative Entfernung der
weiblichen
Brus
t mit Ausräumung der Achselhöhle) auf, bedingt durch
Plexuskompression infolge einer Lymphabflußstörung oder auch
Lymphstau.
Der
Ar
m ist dabei unübersehbar stark ödematös aufgequollen. Zur Förderung
des Lymphabflusses wird der
Ar
m mittels einer Handschlinge an einem Gestell
(Bettgalgen, Infusionsständer) mehrere Tage permanent über die Horizontale
angehoben. Zur Unterstützung der abschwellenden Maßnahmen dient die Gabe eines
milden Diuretikums (= harntreibendes Mittel) sowie
regelmäßige manuelle Lymphdrainage. Zusätzlich können interskalenäre
Blockaden (= Betäubungen im seitlichen, unteren Halsbereich) des Plexus brachial
is
durchgeführt werden. Nach Teilabschwellung gelingt dann häufig auch die
Implantation eines axillären Plexuskatheters (siehe unten), der für weitere
10-14 Tage regelmäßig mehrmals täglich mit 10-15 ml Bupivacain
(= ein Betäubungsmittel)
bedient wird
(siehe unten).
Mit den genannten Therapiemaßnahmen kann in fast allen Fällen eine
zufriedenstellende Schmerzsituation herbeigeführt werden.
- Armschmerz nach Bestrahlung. Heftige
Plexusschmerzen mit neurologischen Defiziten
(= Zeichen einer
Nervenstörung,
Nervenschädigung) können auch Folge einer
Röntgenbestrahlung
der supraklavikulären (= oberhalb des Schlüsselbeins)
oder Achselhöhlenregion bei Brustkrebs sein.
In der Regel ist das subkutane Gewebe derb fibrosiert (Strahlenfibrose)
(= Verhärtung des Hautuntergewebes). Hinzu kann eine Lymphschwellung
des
Arme
s treten.
Bei fehlender oder gering ausgeprägter Fibrosierung muß eine
Pl
exuskarzinomatose
(= Durchsetzung des Armnervengeflechts mit
Tochtergeschwülsten) in Betracht gezogen werden.
Die Behandlung bei diesem
Armschmerz ist sehr schwierig. Bei strahlenbedingten krankhaften Hautveränderungen ist das Entzündungsrisiko bei Durchführung von
Nervenblockaden stark erhöht. Peripher wirkende Analgetika (=
Schmerzmittel die überwiegend nur im Schmerzbereich wirken) sind
meist ungenügend wirksam.
Nach Thoden (1987) bleiben nur die epidurale
(= rückenmarknahe)
elektrische Rückenmarksreizung oder die hochzervikale Chordotomie
(=
operative Durchtrennung der Schmerzbahn im oberen Rückenmark).
-
Epicondylitis radialis
humeri. Bei dieser
relativ häufigen Erkrankung klagen die Patienten über
Schmerzen im Bereich des
Epicondylus radialis humeri (= über dem
Ellenbogen
außen),
die sich bei Faustschluß und kräftiger Dorsalextension (=
Beugung in Richtung
Hand
rücken) im
Handgelenk verstärken. Nicht
selten strahlen die
Schmerz
en
in
Unterarm
und/oder Oberarm aus, so daß dann der
ganze
Ar
m schmerzt. Regelmäßig besteht ein deutlicher Druckschmerz im Bereich
des
ellbogen
nahen äußeren Unterarmes.
Die Ursache des chronischen Entzündungszustandes im Bereich der Sehnenansätze
am Epicondylus lateralis humeri ist nicht geklärt; vieles spricht für eine
mechanische Auslösung (Tennisarm,
Tennisellenbogen).
Therapeutisch kann bei diesem
Armschmerz ein Versuch mit Infiltrationen mit einem
örtlichen
Betäubungsmittel,
auch mit Kortikoidzusatz, unternommen werden. Dabei muß allerdings ein Kontakt
der Kanülenspitze mit der
Knochenhaut unbedingt vermieden werden, da damit häufig
heftigste, anhaltende Schmerzreaktionen ausgelöst werden können. Nicht selten
hilft nur eine längerfristige kontinuierliche
Plexus brachialis-Blockade
mit Katheter (siehe unten).
Auch eine Behandlung mit Röntgenstrahlen kann diesen
Armschmerz lindern (Thomalske
1991). Manchmal ist auch eine deutliche Besserung durch die Iontophorese
(=
Einbringung eines Arzneimittels durch die Haut mit Hilfe von Gleichstrom)
(z.B. mit Diclofenac) zu erzielen.
Die Behandlungsmaßnahmen eignen sich in gleicher Weise für die seltenere
Epikondylitis ulnaris humeri
(=
Ellenbogenschmerzen an der Innenseite).
(Golferarm
oder
Golferellenbogen).
Zu erwähnen wäre noch
das Karpaltunnel-Syndrom,
das manchmal auch in den ganzen A rm einstrahlen kann.
Der Vollständigkeit halber seien zum Thema
Armschmerz
noch
Insertionstendopathien
infolge Überbeanspruchung des Griffelfortsatzes (((Processus styloideus) der
Elle (Styloiditis ulnae) bzw. Speiche (Styloiditis
radii) aufzuführen, da auch diese
Schmerzen in den ganzen Ar
m einstrahlen können.
Medikamentöse Schmerzbehandlung:
Akut
(= plötzlich
einsetzend, heftig)
und subakut
(= eher schleichend
verlaufend) können zunächst (vorwiegend)
peripher wirkende Analgetika
(= Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken)
eingesetzt werden, insbesondere sog. nicht steroidale Antirheumatika
(=
Rheumamittel),
aus dieser Gruppe möglichst langwirkende und magenschonende wie z.B.
Mobec®.
Besonders magenschonend und auch entzündungshemmend sind die sog. COX-2
Inhibitoren, z.B. Parecoxib (Dynastat®)
oder Etoricoxib (Arcoxia®),
allerdings scheint diese Stoffgruppe mit einem Herz-/Kreislauf-Risiko verbunden
zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer. Es bleibt abzuwarten, ob Parecoxib
und
Etoricoxib nicht auch noch vom Markt genommen werden, wie schon andere
Mittel dieser Stoffgruppe zuvor.
Bei stärkeren
schmerzhaften Muskelverspannungen können darüber hinaus auch Muskelrelaxanzien
(= Mittel zur Muskelentspannung) (z.B.
Norflex®, Mydocalm®) verordnet werden.
Manchmal ist aber ein Armschmerz nur mit zentralwirkenden Analgetika (z.B.
Tramadol, Valoron N®) (= im Gehirn bzw. Rückenmark
wirkende Schmerzmittel) beherrschbar. Grundsätzlich sollte aber auch
bei einem Armschmerz eine längerfristige Schmerzmittelverordnung wegen der
Gefahr der Gewöhnung oder gar Abhängigkeit vermieden werden. Die Kombination
mit schmerzdistanzierenden Antidepressiva (= Mittel
gegen Depression, aber auch bei Armschmerz hilfreich) (z.B.
Doxepin, Maprotilin) hilft in vielen Fällen Schmerzmittel einzusparen.
Bei einer entzündlichen Schmerzursache sind wiederholte, lokale Cortison-Injektionen
hilfreich.
Therapeutische
Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel
bzw.
Lokalanästhetika)
bei einem chronische
n
Armschmerz:
Die besten Therapieergebnisse bei einem hartnäckigen
Armschmerz, der auf herkömmliche Therapiemaßnahmen kaum anspricht, werden mit
der therapeutischen Lokalanästhesie in Form der
kontinuierlichen
Blockade des Plexus brachialis erzielt, bei Beteiligung von Schul ter und Halsw irbelsäule in der sog. retrograd hohen Variante.
Dabei wird ein dünner Kunststoffschlauch (Katheter) nahe der Achselhöhle
vorübergehend (z.B. 10-14 Tage lang) in die Nervenscheide des Armnervengeflechts eingepflanzt und innerhalb derselben
noch weiter nach oben vorgeschoben. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche
Kanüle hindurch, es muß also nicht "aufgeschnitten" werden. In der
Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der
vorangegangenen Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos
nachgespritzt. Während dem Einspritzen und noch kurze Zeit danach wird der Oberar m mit einer Manschette abgestaut, so daß die Betäubungsmittellösung
innerhalb der Nervenscheide nach oben getrieben wird und so auch im
Schulterbereich und bei entsprechender Betäubungsmittelmenge sogar an der
Halswirbelsäule schmerzlindernd wirken kann.
Das örtliche Betäubungsmittel wird bei dieser Behandlung so dosiert, dass die
grobe Kraft erhalten bleibt (bei gleichzeitiger Hemmung der
Schmerzreizleitung), damit begleitend krankengymnastische Übungsbehandlungen
möglich bleiben.
Zur Schmerzbehandlung kann auch die interskalenäre
(= zwischen
Muskeln im seitlichen, unteren Halsbereich) Blockade
des Pl exus brach ialis
(auch kontinuierlich
mit Katheter) durchgeführt werden, allerdings ist diese Methode mit
einem etwas größeren Risiko behaftet.
Dass die schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit
hinaus anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser
Blockadebehandlung auch die sog. vegetativen Ner ven
betroffen sind, woraus eine
sehr deutliche Durchblutungssteigerung resultiert, die entzündlichen oder
degenerativen (= abnutzungsbedingten) Prozessen
nachhaltig entgegenwirkt.
Physikalische Therapie bei einem chronischen Ar
mschmerz:
Auch eine Elektrostimulation kann beim Armschmerz eine
Beschwerdelinderung herbeiführen. Die transkutane Nervenstimulation mit
Niederfrequenzgenerator (TENS) hat den Vorteil, daß sich die Patienten
bei Bedarf selbst behandeln können. Die Elektroden werden paarig über dem
Schmerzbereich aufgeklebt. Durch Veränderung der Stimulationsfrequenz und der
Elektrodengröße kann die Wirkung optimiert werden. Wir verordnen TENS grundsätzlich
nur leihweise für 6 Monate, da erfahrungsgemäß die Wirkung nach längerer
Anwendung nachläßt.
Eine weitere physikalische Behandlungsmöglichkeit ist die
oberflächliche Kältetherapie im Schmerzbereich. Wir verwenden einen
elektrischen Kaltluftgenerator, dessen Luftstrom auf ca.-10 bis-15 Grad C abgekühlt
ist. Manche Patienten mit einem Armschmerz empfinden allerdings lokale Wärmeapplikationen
(Rotlicht) als besser wirksam. Warme Bäder können ebenfalls einen chronischen
Armschmerz lindern. Die Verordnung von Massagen ist auch
bei einem Armschmerz
nicht sinnvoll. Für den Patient mag diese Behandlung zwar angenehm sein, aber
unter schmerztherapeutischem Aspekt bringt sie nichts und führt nur zu unnötigen
Kosten.
Wichtig ist bei einem Armschmerz aber eine funktionserhaltende heilgymnastische
Therapie.
Andere Therapiemaßnahmen bei chronische
m Armschmerz:
Der Vollständigkeit halber darf die Akupunktur nicht unerwähnt bleiben. Hypnoide
(= bewußtseinsverändernde)
Verfahren wie autogenes Training oder progressive Relaxation nach Jakobson,
ebenso ein
Schmerzbewältigungstraining sind auch bei
einem chronischen
Armschmerz im Rahmen einer
psychologischen
Begleitbehandlung eine sinnvolle Ergänzung der Gesamtstrategie.
Wenn ein
chronischer Armschmerz längerfristig
besteht, so ist
davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer
Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist eine rein somatische
(= körperliche) Behandlung kaum
mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich psychologisch
/psychotherapeutische Interventionen erfolgen.
Viele gute Gründe sprechen für eine stationäre
Behandlung
in der SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD,
so z.B.:
- Reichhaltige Erfahrungen - in der
Klinik
werden seit 1987 ausschließlich Patienten mit chronischen Schmerzen
behandelt.
- Hohe fachliche Kompetenz, die Klinik
bzw. der Chefarzt besitzt die volle Weiterbildungsermächtigung
der Ärztekammer für das
Fachgebiet
„Spezielle Schmerztherapie".
Teilweise übernehmen auch Rentenversicherungen und
Berufsgenossenschaften die Kosten. Zu weiteren Informationen (Behandlungsformen, Beantragung der Kostenübernahme bei den
verschiedenen Kostenträgern,
Schmerzambulanz usw.)
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Schmerzarzt sprechen? Kein Problem, einfach jeweils an einem Mittwoch
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Aktualisiert:>22.10.2009</>
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M
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metabolische Polyneuropathie,
Metatarsalgie,
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Migräne
(2),
Migräne
(3),
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Migräneanfall,
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Morbus Crohn
(1) Morbus Crohn
(2),
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Morbus Raynaud,
Morbus Scheuermann
(1), Morbus Scheuermann (2),
Morbus Sudeck
,
Morbus Tietze,
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M
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Sklerose,
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